Der Ort des Zufalls ...


Kursnummer 103-17

Mo. 30.10.2017 - Sa. 04.11.2017 (6 Tage)


... im künstlerischen Prozess – Jeder kennt den ›Jungfräulichkeitskomplex‹ (Max Ernst) gegenüber der leeren Leinwand: In diesem Kurs geht es darum, den Malprozess mit Hilfe von Zufallsverfahren anzustoßen, um zu einer prozesshaften Aneignung sich entwickelnder, unvorhersehbarer Formen und Assoziationen zu gelangen, die zu einer eigenständigen und bewussten Bildfindung führen sollen. Möglichkeiten sind z.?B. Farbabdrücke von Gegenständen und Körperteilen, Frottagedruck, Grattage, Décalcomanie und Fließverfahren. Wir beginnen mit Acrylfarben auf unbespannten grundierten Leinwänden zu arbeiten, die im weiteren Arbeitsschritt auf Keilrahmen aufgezogen werden.
Die Beschäftigung mit dem assoziativen Deuten der informellen Zufallsspuren mündet dann in bildnerische Entscheidungen wie der Auseinandersetzung mit Bildraum, Komposition, Struktur und Farbkontrasten. Auch bezieht sie maltechnische Prozesse mit ein. Es kann mit Öl- oder Acrylfarben sowie Ölkreiden weitergearbeitet werden. Für diesen Arbeitsgang empfiehlt sich ein persönliches Portfolio mit Anschauungsmaterial anzuschaffen. Dies können Fotos, Bilder aus Zeitungen oder Alltagsgegenstände sein. Oder wir holen uns Inspirationen direkt aus der Natur.
Jedem Teilnehmer liegt es frei figürlich oder abstrakt zu arbeiten. Das bewusste malerische Ausarbeiten kann durch Skizzen, Zeichnungen und Collagen begleitet werden. Auch diese bewussten Arbeitsprozesse können wieder vom Zufall begleitet werden. Ziel ist es, spannungsvolle Sujets zu schaffen. Ich werde in Einzel- und Gruppengesprächen beratend tätig sein. Diskurse mit allen Teilnehmern sind Bestandteil der Veranstaltung.Kurs mit einer gemeinsamen Schlussbesprechung.

Maximale Teilnehmerzahl:  12

Kursgebühr:  420,00 €€ €